Gute Zeiten, schlechte Zeiten
Susan Sideropoulos 1/3: “GZSZ war ein großes Geschenk”

Wer an die Daily Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ denkt, der kommt an ihr nicht vorbei: Susan Sideropoulos spielte zehn Jahre lang die Verena Koch. In den Herzen vieler Fans ist sie noch immer stark mit der überaus erfolgreichen Serie verbunden. Dass sich ihre Karriere im Scheinwerferlicht abspielen würde, stand übrigens schon früh fest. Susan Sideropoulos verrät: „Mir war schon immer klar, dass ich etwas im Fernsehen machen möchte. Mit sechs Jahren habe ich getanzt, gesungen und war auf der Bühne zuhause.“ Im Interview spricht die Schauspielerin und Moderatorin über die Zeit bei GZSZ, ihr Leben nach der Soap und ihren Weg in die Persönlichkeitsentwicklung.

Die Rolle ihres Lebens?

Bereits als Teenager wusste Susan Sideropoulos ganz genau, was sie wollte. Sie verrät: „Mit 15 Jahren habe ich eine Musical Ausbildung begonnen und durfte mit 19 bereits die Hauptrolle in einem Musical spielen. Anschließend bewarb ich mich bei verschiedenen Castings. Eines der ersten war das Casting für GZSZ. Ich bekam die Rolle und konnte dadurch endlich zu meinem damaligen Freund und heutigen Mann nach Berlin ziehen. Inzwischen sind wir schon 23 Jahre zusammen. Es war eine schicksalhafte Fügung und total toll, dass ich diese Rolle bekommen habe.“

Was Susan Sideropoulos und ihr Seriencharakter Verena Koch gemeinsam hatten? Sie antwortet: „Verena war eine Zicke mit Herz. Sie war eine Shopping Queen, umtriebig, lustig und lebensfroh. Das Lebensfrohe hatten wir auf jeden Fall gemeinsam, genauso wie das Aufgeweckte und das Herzliche. Aber wir hatten auch viele Gegensätze. Ich hasse Shoppen, bin im Alltag nie großartig gestylt und auch nicht umtriebig mit den Männern. Unsere Gemeinsamkeit was das Lebendige. Ich habe es geliebt, Verena zu verkörpern. Es war eine sehr dankbare Rolle und ich glaube, deswegen hat sie so viel ausgelöst in den Menschen da draußen.“

Der Zauber eines Promis

Es gab Zeiten, in denen Susan Sideropoulos nicht unerkannt durch Einkaufsstraßen schlendern konnte. Sie berichtet: „Es gab noch ein paar andere Hotspots wie Schwimmbäder und Freizeitparks. Auf diesen Plätzen wurde ich jahrelang immer sofort von Fans erkannt. Damals gab es auch noch keine sozialen Netzwerke. Deshalb schienen Promis unerreichbar zu sein. Heute hat man durch Instagram ja das Gefühl, ohnehin ständig zu sehen, was alle so treiben. Deswegen ist es eigentlich gar nicht mehr richtig interessant. Damals fand man das alles noch viel aufregender, weil es einem so unwirklich vorkam, einen Promi zu sehen. Es hatte mehr Zauber. Und ich konnte immer gut mit den Fans umgehen, weil ich sehr dankbar für sie war. Ohne sie wären wir ja auch niemand gewesen.“

Ausstieg bei GZSZ

Heute wird Susan Sideropoulos nicht mehr ständig auf der Straße angesprochen, was sie äußerst praktisch findet: „Ich bin Mama von zwei Kindern und es wäre richtig mühsam, wenn ich nicht mehr im Freibad sitzen könnte. Klar wird man immer mal wieder angesprochen und manchmal muss ich fast lachen. Denn wenn mir junge Leute erzählen, dass ihre Mütter Fans von mir gewesen sind, fühle ich mich richtig alt. Die damalige Zeit war aber ein großes Geschenk.“

Susan Sideropoulos’ Ausstieg bei GZSZ liegt inzwischen acht Jahre zurück. Dass ihr Leben heute nicht mehr so turbulent wie damals verläuft, passt ausgezeichnet zu ihrer neuen Rolle als Mutter: „Zwei kleine Kinder und eine tägliche Serie unter einen Hut zu bringen, ist unmöglich.“ Deshalb entschied sich Susan Sideropoulos während ihrer zweiten Schwangerschaft dafür, die Daily Soap zu verlassen. Sie erzählt: „Ich hatte ein gutes Bauchgefühl und es hat sich richtig angefühlt.“ Ein GZSZ-Comeback kann sie sich aktuell nicht vorstellen. Stattdessen widmet sie sich vielen anderen, spannenden Projekten.

Glücksgefühle im Alltag

Mit dem Druck der Öffentlichkeit umzugehen, ist für viele Promis eine große Herausforderung. Susan Sideropoulos kann verstehen, dass einige Kollegen an der Show-Branche zerbrechen, weil sie sich ausschließlich über ihren Beruf identifizieren und kein Umfeld haben, das sie auf dem Boden hält. Sie sagt: „Ich hatte viel Glück und bin froh, dass ich vorher meine Ausbildung gemacht habe. Denn ich habe lange auf den Beruf hingearbeitet und ihn immer „nur“ als Beruf betrachtet. Es ist natürlich schwierig, wenn man in jungen Jahren wahnsinnig erfolgreich ist und dann irgendwann erlebt, dass es nicht immer so weitergeht. Deswegen braucht man dann Mentoren oder Hilfe in Form von Coaches, die einem sagen, wie man damit umgehen sollte und sein Glücksgefühl oben halten kann, ohne es ständig von außen zu bekommen.“

Du willst wissen, wie’s weitergeht? Dann schau dir unbedingt Teil 2/3 des Interviews an!

Jetzt weiterlesen!

Das könnte dich auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.