Gesünder leben
Stressbewältigung: Mit Achtsamkeit zu mehr Gelassenheit

Stressbewältigung: Mit Achtsamkeit zu mehr Gelassenheit

Kennst du das Gefühl, ständig unter Strom zu stehen? Fühlst du dich in deinem Job oder im Alltag regelmäßig überfordert? Leidet deine Lebensqualität unter dem großen Berg an Aufgaben, die du bewältigen willst? Dann könnte es sein, dass du in die Stressfalle getappt bist. Die gute Nachricht lautet: Du sitzt nicht alleine in der Falle, sondern befindest dich in bester Gesellschaft. Denn wahrscheinlich geht der Großteil deines Freundes- und Bekanntenkreises ebenfalls ziemlich gestresst durchs Leben. Das ist zwar nicht toll, aber wenn ihr alle gleichermaßen unter Strom steht, könnt ihr gemeinsam den Stecker ziehen.

Tatsächlich fühlen sich laut zahlreicher Studien heute mehr Menschen denn je Burnout-gefährdet. Grund dafür sind verschiedene Ursachen, die unser anstrengendes Arbeitsleben mit sich bringt. Doch auch Glaubenssätze und private Alltagsroutinen können Dauerstress fördern. Der Weg aus der Stressfalle erfordert vor allem eines: Mut zur VeränderungUnd da wir immer dann besonders mutig sind, wenn wir Unterstützung erhalten, solltest du dir nach dem Lesen dieses Artikels deine besten (gestressten) Freunde schnappen. Gemeinsam schafft ihr es, mehr Gelassenheit in euer Leben zu integrieren. Los geht’s!

Was ist Stress?

Die meisten von uns kennen das Gefühl körperlicher oder seelischer Anspannung ziemlich gut. Manche setzen ihren Körper sogar täglich stressigen Situationen aus. Doch was genau steckt hinter dem bösen S-Wort und wie wirkt es sich auf unser Handeln aus? Zunächst einmal ist Stress eigentlich nichts Negatives, sondern etwas ziemlich Praktisches: Sobald wir in eine bedrohliche Situation geraten, schlägt unser Körper Alarm und schüttet Stresshormone wie Adrenalin aus.

Dadurch werden unser Gehirn und unsere Muskeln aktiviert, unser Puls steigt und unsere Herzfrequenz erhöht sich. In diesen Momenten sind wir zu hundert Prozent fokussiert und können Leistungen abrufen, zu denen wir sonst nicht in der Lage wären. Stress ist also eine natürliche Reaktion unseres Körpers, dank der wir uns in Kampf- und Fluchtsituation behelfen können. Kurz gesagt: Stress kann unser Leben retten.

Stressfaktoren & Auslöser

Zum Glück sind Kampf- und Fluchtsituation – anders als bei unseren Vorfahren – heute nicht mehr alltäglich. Schließlich wartet nicht hinter jeder Ecke ein hungriger Säbelzahntiger. Die Bedrohungen unserer Zeit zeichnen sich vielmehr durch permanenten Leistungsdruck und konstante Reizüberflutungen aus. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, in der Fortschritt und Effizient zählen. Erholung und Entspannung bleiben dabei zu oft auf der Strecke. Klassische Stressfaktoren können die Arbeit, Beziehungen, gesundheitliche Probleme oder Geldsorgen sein. Wenn auch du dich regelmäßig gestresst fühlst, solltest du unbedingt die Auslöser und Ursachen finden. Erst dann kannst du im zweiten Schritt zur Stressbewältigung übergehen.

Symptome von Stress

Die Persönlichkeit eines Menschen entscheidet maßgeblich darüber, welche Faktoren er als stressig empfindet. Und ob der Stress gesundheitsschädlich ist oder nicht, hängt wiederum von der persönlichen Einstellung ab. Grundsätzlich gilt jedoch, dass dauerhafter Stress eine große Belastung für Körper und Geist darstellt und mitunter langjährige oder gar chronische Schäden hinterlassen kann.

Auch die Stresssymptome können von Person zu Person unterschiedlich ausfallen. Während die einen gereizt und aggressiv reagieren, leiden andere unter Ängsten oder depressiven Verstimmungen. Auch Kopfschmerzen und Schafstörungen können Anzeichen für dauerhaften Stress sein. Grundsätzlich können sich die Symptome auf kognitiver, emotionaler oder körperlicher Ebene bemerkbar machen. Klassische Stresssymptome sind:

  • Konzentrationsprobleme
  • Sorgen und Ängste
  • Zwangsverhalten
  • Traurigkeit bis hin zu Depressionen
  • Stimmungsschwankungen
  • Impulsives Verhalten
  • Müdigkeit
  • Verspannung
  • Schlafstörungen
  • Hautprobleme, Haarausfall oder Gewichtsveränderungen
  • Sozialer Rückzug

Anti-Stress-Tipps

Puh, die Liste der Symptome ist ziemlich lang. Ein Glück, dass die Liste der Anti-Stress-Tipps länger ist. Der erste und wichtigste Schritt besteht wie erwähnt darin, die Ursachen und Auslöser zu erkennen, die zur dauerhaften Überforderung führen. Anschließend werden verschiedene Methoden zur Stressbewältigung eingesetzt, die auf den jeweiligen Ursachen und Symptomen aufbauen.

Wer mit einem Business- oder Lifecoach zusammenarbeitet, der wird das Problem auf mehreren Ebenen lösen. Neben einem neuen Umgang mit Zeitmanagement wird beispielsweise auch autogenes Training vermittelt. Doch nicht jeder braucht einen Coach. Wenn du wirklich achtsamer und gelassener durchs Leben gehen möchtest, dann schaffst du das in der Regel auch mit einer Hand voll praktischer Tipps. Hier kommen daher unsere besten Anti-Stress-Tipps für dich!

Sport und Bewegung

Du entspannst nach einem stressigen Tag am liebsten auf der Couch? Das gehört der Vergangenheit an, ab heute geht’s für dich zum Sport! Denn Bewegung regt die Blut- und Sauerstoffversorgung des Gehirns an und entspannt damit deutlich mehr als Faulenzen. Auf dem Sofa fährt dein Körper nämlich den Herzschlag und den Blutdruck runter, deine Muskeln stehen anders als beim Sport aber weiter unter Spannung. Dadurch bleiben die Stresshormone vorerst im Körper. Diese wirst du nur mit ausreichender Bewegung los. Also, hol deine Laufschuhe und auf geht’s! 

Atemübungen

Wenn du eine Methode zur schnellen und sofortigen Stressbewältigung brauchst, sind Atemübungen perfekt für dich. Sie helfen innerhalb von Sekunden und sind daher besonders geeignet für akute Situationen. Hier kommt die einfachste Übung:

  1. Stell dich aufrecht hin und lass deine Arme locker neben deinem Körper hängen.
  2. Atme tief durch die Nase ein und zähle dabei in Gedanken bis 7.
  3. Atme locker durch den Mund wieder aus und zähle dabei bis 10. Lockere währenddessen deine Schultern.
  4. Wiederhole die Übung zehnmal und konzentriere dich auf deinen Körper.

Achtsamkeits-Mindset

Deine Glaubenssätze sind enorm wichtig. Stress entsteht fast immer im Kopf und deine Gedanken steuern deinen Umgang mit alltäglichen Situationen. Es ist in Ordnung, wenn du nicht immer volle Leistung erbringst. Jeder hat mal einen schlechten Tag. Du musst auch nicht ständig für jeden und immer sofort erreichbar sein – schließlich bist du nicht die Feuerwehr. Höre stattdessen auf deine innere Stimme und arbeite an einem Mindset für mehr Achtsamkeit und Gelassenheit.

Yoga und Meditation

Entspannungstechniken mithilfe von Yoga und Mediation sind Balsam für deinen gestressten Körper und Geist. Denn sie senden Botenstoffe ans Gehirn, die nachweislich zu Ruhe und Entspannung führen. Versuch doch mal, Meditationen mit Bewegung zu verbinden. In unserer kostenlosen 7 Tage-Visions-Challenge mit Christina Grahn und Walter Hommelsheim findest du eine wunderbare Walking Meditation. Probiere es aus und bewältige deinen Stress mit mehr Achtsamkeit und Gelassenheit. Wir wünschen dir viel Spaß dabei!

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