Bestseller-Autor im Interview
Neale Donald Walsch 1/3: “Ich habe Gespräche mit Gott geführt.”

Neale Donald Walsch zählt weltweit zu den bekanntesten Botschaftern für moderne Spiritualität. Der 76-Jährige hat 37 verschiedene Bücher verfasst, die in unzählige Sprachen übersetzt worden sind. Sein bekanntestes Meisterwerk schuf er mit der Bestseller-Trilogie „Gespräche mit Gott“. Im Interview teilt er seine Gedanken über Gott und das Leben und verrät, warum Lebenskrisen manchmal zu ungeahnten Erfolgen führen. Wir wünschen dir ganz viel Spaß beim Lesen!

Die große Wut auf Gott

Als Neale Donald Walsch 49 Jahre alt war, erlebte eine schwierige Zeit, die ihn für immer prägen und sein Leben in völlig neue Bahnen lenken sollte. Er berichtet: „Alle Bestandteile meines Lebens fielen in sich zusammen. Meine Beziehung zerbrach, meine Karriere fand ein jähes Ende und meine Gesundheit verschlechterte sich enorm. Das alles geschah gleichzeitig. Ich war so wütend auf Gott, denn ich dachte eigentlich, dass ich bis dato alles richtig gemacht hätte.“

Kleiner Zeitsprung samt Rückblick gefällig? Aber gerne: Neale Donald Walsch wuchs in einer römisch-katholischen Familie auf. Als Jugendlicher spielte er mit dem Gedanken, Priester zu werden. Doch als er im Alter von 17 Jahren ein Playboy-Magazin in den Händen hielt, entschied er sich kurzerhand um. Das Zölibat kam für ihn nicht infrage und so nahm seine Lebensgeschichte einen anderen Lauf. Statt katholischer Priester zu werden, ergatterte Neale Donald Walsch einen Job beim Rundfunk und arbeitete unter anderem fürs Radio und Fernsehen.

Der absolute Tiefpunkt

Im Interview erzählt der weltbekannt Bestseller-Autor: „Doch dann fiel mein Leben aus den vorhin genannten Gründen komplett auseinander. Zudem hatte ich einen Autounfall, der einen Genickbruch verursachte. Die meisten Menschen sterben bei einem Genickbruch oder werden gelähmt. Ich blieb davon verschont, musste mich jedoch lange rehabilitieren und die Verletzung heilen lassen. Ich konnte erst zwei Jahre nach meinem Unfall wieder ein normales Leben führen.“

Nach der gescheiterten Beziehung und dem schweren Autounfall stand Neale Donald Walsch also da – ohne Job und ohne Einkommen, dafür mit einer umso größeren Wut auf Gott. Er erreichte seinen persönlichen Tiefpunkt, als er sich keine Wohnung mehr leisten konnte. Im Interview berichtet der 76-Jährige: „Ich habe auf der Straße geschlafen und konnte mich nur durchs Betteln über Wasser halten. So habe ich ein Jahr lang gelebt. Das Gute: Auf diese Weise habe ich gelernt, dass ich nichts Materielles benötige, um zu überleben und glücklich zu sein.“

Gespräche mit Gott

Neale Donald Walsch bekam in dieser Zeit ein Gefühl für das, was wirklich zählt. Er sagt: „Ich entwickelte ein tiefes Verständnis für mich selbst. Ich erkannte mein wahre Identität und die Essenz dessen, was ich bin.“ Mit Mühe ergatterte Neale Donald Walsch nach einiger Zeit einen Teilzeit-Job und konnte sich ein winziges Apartment leisten. Dennoch fühlte er Wut, Trauer und Schmerz, denn sein Leben verlief keinesfalls so, wie er es sich gewünscht hatte. Und so kam es, dass er eines Nachts aufwachte und einen wütenden Brief an Gott verfasste. Er schrieb:

Lieber Gott,

was muss man tun, um ein lebenswertes Leben zu führen? Womit habe ich so ein endlos anstrengendes Leben verdient? Bitte erkläre mir die Regeln. Ich will das Spiel spielen, aber irgendjemand muss mir die Regeln erklären. Ich brauche das Regelbuch. Und wenn Du mir die Regeln erklärt hast, dann ändere sie bitte nicht. Denn ich habe das Gefühl, dass sich die Spielregeln des Lebens ständig ändern.

Neale

Und Gott antwortete ihm. Im Interview berichtet der Bestseller-Autor: „Es war das erste Mal, dass ich Gottes Stimme hörte. Sie sagte: ‘Neale, willst du wirklich Antworten auf diese Fragen? Oder willst du nur deine Wut rauslassen? Denn wenn du wirklich mehr erfahren möchtest, kann ich dir Antworten auf diese Fragen geben.’ Erst dachte ich, dass ich verrückt sei, weil ich Stimmen hörte. Aber im nächsten Moment überkam mich das Gefühl inneren Friedens.“

Klare, kraftvolle Antworten

Neale Donald Walsch spürte, dass etwas Großartiges stattfand. Er setzte sich hin und begann, Antworten aufzuschreiben – Antworten auf Fragen, die er sich kurz zuvor selbst gestellt hatte. Die Antworten kamen zu ihm und die göttliche Stimme begann, wie die Stimme seiner eigenen Gedanken zu klingen. Im Interview verrät er: „Ich schrieb alles auf, was mir in den Sinn kam. Die Antworten führten zu neuen Fragen. Und ehe ich mich versah, schrieb ich immer mehr Fragen und Antworten auf.“

Neale Donald Walsch schrieb die halbe Nacht. Dann wiederholte sich der Prozess: Während der kommenden drei Monate schrieb er beinahe jede Nacht für mehrere Stunden seine Fragen und die göttlichen Antworten auf, die er von einer höheren Kraft erhielt. Die Antworten waren klar, kraftvoll und ließen keinerlei Zweifel zu. Damals konnte Neale Donald Walsch noch nicht ahnen, dass seine Gespräche mit Gott später Millionen von Menschen beeinflussen würden.

Du willst wissen, wie’s weitergeht? Dann schau dir unbedingt Teil 2/3 des Interviews an!

Jetzt weiterlesen!

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