Authentisch sein
John Strelecky 3/3: Fortlaufende Persönlichkeitsentwicklung

Wie fühlt es sich eigentlich an, einen Bestseller zu verfassen? John Strelecky verrät im Interview: „Das war eine interessante Erfahrung. Ich hatte dieses Erlebnis mit einem Bewusstseinsstrom beim Tippen. So ist das Buch in nur 21 Tagen entstanden. Ich habe mich an den Tisch gesetzt, angefangen zu tippen, und es lief einfach. Danach informierte ich mich und fand heraus, dass ich das Buch an einen Verlag verkaufen oder ‘print on demand’ machen konnte. Und dann gab es noch die Möglichkeit, meinen eigenen Verlag zu gründen. Das tat ich. Ich gründete also eine Firma und zehn Wochen später gab es mein Buch bei Amazon.“

Schnell erhielt John Strelecky weltweite Bestellungen aus 24 Ländern. Er sagt: „Ich wusste überhaupt nicht, wie die Leute von meinem Buch erfahren haben. Dann hat mich ein Agent in New York aufgenommen. Und dadurch hat sich „Das Café am Rande der Welt“ international weiter verbreitet. Inzwischen gibt es das Buch in 41 Sprachen und es ist nach wie vor sehr erfolgreich. Und als Unternehmer habe ich mir die Rechte am Buch natürlich zurückgeholt.“

Absagen akzeptieren

John Strelecky hat kreative Visionen. Allen anderen Träumern und Visionären möchte er mit auf den Weg geben, Absagen zu akzeptieren: „Andere werden Nein sagen. Ich habe bestimmt über 200 Absagen von Verlagen weltweit bekommen. Ich habe sogar noch eine Absage erhalten als mein Buch schon ein Bestseller war. Jemand hatte das wohl noch nicht bemerkt und dachte ‘Das wird bestimmt niemand kaufen.’ Dabei stand „Das Café am Rande der Welt“ da schon auf der Bestseller-Liste. Man darf Absagen also nicht persönlich nehmen, sondern muss immer vorwärts gehen. Und konstruktive Kritik ist wunderbar.“

28.900 kostbare Tage

Inzwischen hat John Strelecky zehn Bücher verfasst. Eines von ihnen ist „The Big Five for Life“. Die Story des Buches entstand aus dem Gedanken ‘Wie würde die Welt in den Augen des unwahrscheinlichsten Anführers der Welt aussehen?’ Der Kontext des Buches wird bereits auf der ersten Seite erklärt: Die Hauptperson steht kurz davor, an einem Hirntumor zu sterben. Im Verlauf der nächsten 240 Seiten entwickelt der Leser die Liebe zum Protagonisten und den Werten, für die er steht. Am Ende stirbt die Hauptperson.

John Strelecky hat diesen Kontext gezielt ausgewählt, um auf einen Fehler hinzuweisen. Er erzählt: „Es passiert so viel so schnell, dass wir manchmal vergessen, dass es nicht ewig dauert. Diese Sterblichkeit sollte man verstehen und darüber nachdenken. Wir haben statistisch 28.900 Tage im Leben. Jeder einzelne dieser Tage ist kostbar. Aber nur, wenn wir ihn nutzen und ihn kostbar machen.“

Museumstage des Lebens

John Strelecky war also mutig, gab seinen Consulting-Job auf und wurde mit seinen Büchern extrem erfolgreich. Doch es gibt viele Menschen, die sich einen solchen Schritt nicht zutrauen oder gar in einem Job bleiben, der sie unglücklich macht. Sie verlieren ihre Leidenschaft und den Sinn des Lebens. Sie warten, dass etwas passiert. Ihr Leben ist voller Routine und der Frage: War das alles?

John Strelecky: „Das muss nicht sein, man kann jederzeit alles ändern. Ich will den Menschen helfen, ihr Leben dahin zu bewegen, wohin sie wollen. Idealerweise klappt das mit einem kurzen, leichtverständlichen und dennoch lebensverändernden Konzept.“ Dieses Konzept hat John Strelecky mit seinen „Museumstagen“ eindrucksvoll auf den Punkt gebracht. Es ermöglicht jedem, sein Leben aus einer anderen Perspektive zu betrachten und zu hinterfragen ob das, was er tagtäglich tut, wirklich das ist, an das er sich für alle Ewigkeit erinnern möchte.

Persönliches Wachstum

Auch John Strelecky befindet sich selbst kontinuierlich im Wachstum. Er verrät: „Ich bin weit entfernt von der Version des Menschen, die ich gerne wäre. Ich bin ständig im Wachstum, entsprechend dem Maßstab, den ich mir selber setze. Die Gewissheit, mit der ich jetzt authentisch ich selbst sein kann, unterscheidet sich dramatisch von meinem früheren Ich. Mir war früher sehr unwohl in meiner Haut. Ich war in Teilen meines Lebens selbstbewusst, weil ich ein sehr guter Athlet war. Ich wusste, dass ich durch mein Verständnis für Konzepte großen akademischen Erfolg erreichen konnte. Aber ich hatte ein sehr niedriges Selbstwertgefühl und eine sehr schwache Wahrnehmung von mir als Mensch und von meiner Rolle in der menschlichen Welt. Das hat sich mit der Zeit geändert. Als ich mir erlaubt habe, ich selbst zu sein und meine Ängste loszulassen, konnte ich der sein, der ich heute bin.“     

Hast du die anderen beiden Teile der Interviewreihe mit John Strelecky schon gesehen? Falls nicht, wird’s höchste Zeit: Den ersten Teil des Interviews findest du hier, den zweiten Interview-Teil hier. Viel Spaß!

John Strelecky im Interview: Der unerfüllte Traum vom Fliegen

John Strelecky im Interview: Von der Weltreise zum Welt-Bestseller

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