5 Tipps
Dr. Stefan Frädrich: So zähmst du deinen inneren Schweinehund

Fast jeder kennt ihn, den inneren Schweinehund. Du auch? Und wenn ja, trägt er einen Namen? Dr. Stefan Frädrichs Schweinehund heißt Günter. Der Experte verrät: „Der innere Schweinehund ist eine Metapher für unser inneres Selbstgespräch.“ Sicher kennst auch du Situationen, in denen du mit dir selbst diskutierst? Momente, in denen du dich fragst: „Soll ich wirklich aufstehen oder bleibe ich noch liegen? Gehe ich tatsächlich zum Sport oder mache ich es mir auf dem Sofa bequem?“ 

Dein innerer Schweinehund liebt seine Komfortzone und mag alles, was gemütlich, bequem und gewohnt ist. Was steckt dahinter? Dr. Stefan Frädrich weiß: „Wir Menschen tun die meisten Dinge aufgrund unserer Gefühle. Wir wollen schöne Gefühle erleben und schlechte Gefühle vermeiden. Doch das Problem in unserem Alltag ist, dass wir meistens nur versuchen, schlechte Gefühle zu vermeiden, anstatt aktiv schöne Gefühle zu erzeugen. Erst wenn eine Herausforderung kommt, müssen wir etwas verändern.“ 

Motivation & Dopamin

Ein ganz wesentlicher Aspekt für Veränderungen ist Motivation. Wenn wir wissen, wozu wir etwas tun, dann sind wir motiviert. Ohne einen Grund wird es hingegen schwierig. Dr. Stefan Frädrich: „Das ist im Kern auch schon der ganze Trick, um den inneren Schweinehund zu zähmen: Wir Menschen müssen wissen, wozu wir Dinge tun. Wenn wir morgens aufstehen und keinen Plan haben, wozu wir aufstehen, dann ist das schlecht. Aber mit einem Grund ist das ganz anders.“

Wenn wir unseren Grund kennen und glücklich sind, dann schüttet unser Körper die Substanz Dopamin aus. Dopamin macht wach und leistungsstark. Es sorgt dafür, dass wir uns auf den Weg begeben. Dr. Stefan Frädrich: „Wir können Dopamin erzeugen, indem wir Dingen einen Sinn geben. Wenn wir einmal angefangen haben, kommen wir zudem in Schwung und dann wird es leichter.“ Der zweite Trick im Zähmen des inneren Schweinehunds liegt also darin, überhaupt erstmal anzufangen, um dann zu merken, dass die Dinge leichter werden anstatt schwieriger.

5 Tipps für den inneren Schweinehund

Damit du dich ab heute so richtig motiviert fühlst und bereit bist, den ersten Schritt zu gehen, haben wir fünf praktische Tipps für dich. Bist du startklar, um deine Erfolgsverhinderer hinter dir zu lassen und dein bestes Leben zu leben? Na, dann los! Mit diesen Tipps zähmst du deinen inneren Schweinehund sofort.

1. Gute Angewohnheiten

Gute Angewohnheiten verhindern, dass dir dein Schweinehund die Willenskraft raubt. Diese funktioniert wie ein Muskel: Je besser du deine Willenskraft trainierst, desto stärker wird sie. Um deinen inneren Schweinehund zu zähmen, brauchst du also kleine Rituale und Angewohnheiten, die du einfach durchführst, ohne darüber nachzudenken. Steh zum Beispiel beim ersten Klingeln deines Weckers auf. Du musst das Bett ohnehin verlassen – wieso solltest du es also nicht sofort tun, sondern zunächst mit dir selbst diskutieren? Mach es einfach und du wirst sehen, dass sich die gute Angewohnheit schnell etablieren wird.

2. Unterstützung & Verstärkung

Dein Schweinehund ist ein Einzelkämpfer. Wie du ihn austrickst? Mit Unterstützung von außen, die dir dabei hilft, deine Komfortzone zu verlassen. Zusammen mit Freunden oder Verbündeten überwindest du dich gleich viel leichter. Zum Beispiel beim Sport: Geh mit Freunden joggen oder ins Fitnessstudio, denn das macht deutlich mehr Spaß und schafft eine gewisse Verbindlichkeit. Gegen mehrere willensstarke Menschen hat dein Schweinehund keine Chance. Probiere es aus!

3. Höheres Ziel

Neben Motivation spielt auch Selbstdisziplin eine wichtige Rolle, um deine Komfortzone zu verlassen. Deshalb ist es wichtig, nicht nur einzelne Etappen zu betrachten, sondern dir ein höheres Ziel vor Augen zu führen. Weshalb möchtest du zum Beispiel Sport treiben? Um ein gesünderes, ausgeglichenes Leben zu führen und dich in deinem Körper wohlzufühlen. Denk an dieses übergeordnete Ziel, wenn dein Schweinehund dich mal wieder auf dem Sofa halten möchte. Wenn du dein großes Ziel kennst, bist du viel eher bereit, Anstrengungen in Kauf zu nehmen.

4. Guter Plan

Dein höheres Ziel ergänzt du optimal mit einem cleveren Plan. Denn du brauchst nicht nur Motivation, sondern auch eine Strategie. Wenn du genau weißt, was wann zu tun ist, musst du es nur noch umsetzen. Überlege dir zum Beispiel, an welchen Tagen du dein Workout umsetzt, und halte am besten schon konkrete Übungen fest. Schreib sie dir auf und führe sie dir immer wieder vor Augen.

5. Mindset

Deine Einstellung ist alles! Wenn dein innerer Schweinehund einfach keine Ruhe geben möchte, dann hilft nur noch eins: Ignorier seine Stimme und mach es einfach. Oder wie Dr. Stefan Frädrich sagt: „Diskutier nicht mit dir selbst – mach’s einfach. So lange, bis es zur Gewohnheit geworden ist.“ Wir wünschen dir viel Spaß und Erfolg dabei.

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