Gesunder Verzicht
Heilfasten – Entgiften für Fortgeschrittene

Heilfasten: Kleiner Hund mit traurigem Blick hinter Esstisch

Hast du schon einmal gefastet? Wenn ja, hatte es vielleicht einen religiösen Hintergrund? Immerhin ist Fasten fester Bestandteil vieler Religionen und wird regelmäßig von Gläubigen auf der ganzen Welt praktiziert. Vielleicht war dein Fasten auch eine strenge Diät und zielte darauf ab, Gewicht zu verlieren? Neben der Gewichtsreduktion gibt es einen weiteren gesundheitlich motivierten Grund, um zu fasten – und zwar das Entgiften des Körpers. Hierbei wendet man häufig das Heilfasten an, eine Art des Fastens, die besonders viel Disziplin erfordert.

Doch wie wir aus anderen Bereichen unseres Lebens wissen, sind die Handlungen, die uns besonders viel Disziplin und Durchhaltevermögen kosten, oftmals die effektivsten. Deshalb könnte man Heilfasten auch als Entgiften für Fortgeschrittene bezeichnen. Es erfordert einen starken Willen, liefert dafür aber auch schnell spürbare Ergebnisse. Warum Heilfasten so besonders ist, was es dir bringt und was du unbedingt beachten solltest, erfährst du in den folgenden Zeilen.

Was ist Heilfasten?

Fasten bedeutet zunächst einmal, für einen bestimmten Zeitraum freiwillig auf etwas zu verzichten. Die Besonderheit des Heilfastens liegt darin, dass vollständig auf Nahrung und Genussmittel wie Kaffee oder Zigaretten verzichtet wird. Während bei anderen Fastenarten gewisse Lebensmittel oder Nahungsaufnahmen zu bestimmten Uhrzeiten erlaubt sind, bleibt dein Magen beim Heilfasten leer.

Das stimmt nicht ganz, denn trinken darfst, beziehungsweise sollst du während des Heilfastens natürlich reichlich. Nahrung ist während der Fastentage allerdings nicht erlaubt. Schließlich geht es beim Entgiften darum, deinen Darm zu leeren. Zum größten Teil findet Heilfasten deshalb nicht in den eigenen vier Wänden statt, sondern unter Aufsicht, beispielsweise von einem Arzt oder Ernährungscoach. Es ist insofern sinnvoll, als dass Heilfastenkuren bis zu drei Wochen dauern können – in Ausnahmefällen sogar länger. Während eines so langen Zeitraums kannst du natürlich nicht unbeaufsichtigt jegliche Nahrungsaufnahme meiden. Wer sich online informiert, findet eine Reihe von Kliniken und Kurhotels, die sich auf erholsames Heilfasten spezialisiert haben.

Warum ist Heilfasten sinnvoll?

Heilfasten führt zu einer Reihe positiver Veränderungen deines Körpers: Es reinigt deinen Darm, kurbelt den Stoffwechsel an und stärkt dein Immunsystem. Dank der Entgiftung kannst du chronische Leiden wie häufige Kopfschmerzen, Migräne, Durchfall, Blähungen und Völlegefühle in den Griff bekommen. Manche schwören sogar auf ein strahlendes Hautbild und ein völlig ein neues Körpergefühl im Anschluss ans Heilfasten. Wie der Name bereits sagt, fastest du, um deinen Körper von Strapazen und Beschwerden zu heilen.

Heilfasten ist keinesfalls mit einer Diät zu verwechseln, da sich die Ziele stark unterscheiden. Während es bei einer Diät um das Gewichtverlieren geht, dreht sich beim Heilfasten alles ums Entschlacken und um die Reinigung deines Körpers. Dass du dabei vermutlich abnehmen wirst, ist ein schöner Nebeneffekt, aber nicht das oberste Ziel. Übrigens: Auch beim Heilfasten lässt der Jo-Jo-Effekt grüßen, wenn du dich im Anschluss ans Fasten wieder ungesund ernährst.

Für wen ist Heilfasten gut?

Generell eignet sich Heilfasten für jeden, der grundsätzlich gesund ist und seinem Körper eine erholende Auszeit gönnen möchte. Aufpassen sollte, wer unter einer physischen oder psychischen Krankheit leidet. In diesem Fall musst du dein Vorhaben vorab unbedingt mit einem Arzt besprechen und medizinische Risiken checken lassen. Auch Schwangere, Kinder, alte Menschen und Personen mit starkem Über- oder Untergewicht sollten nicht fasten. Für alle anderen ist Heilfasten nicht nur gut und gesund, sondern kann auch eine spannende neue Erfahrung sein.

Wie läuft eine Heilfastenkur ab?

Heilfasten beginnt mit einer guten Vorbereitung. Bereits einige Tage vor dem Start der Entlastungstage solltest du dich gedanklich auf die Kur einlassen. Je weniger Stress du während des Heilfastens hast, desto besser kann sich dein Körper aufs Entgiften konzentrieren. Erledige in den Tagen vorher also alles Wichtige, damit du dich während des Fastens so wenig wie möglich damit befassen musst.

Entlastungstage des Heilfastens

Die ersten ein bis zwei Tage deiner Heilfastenkur dienen als sanfter Einstieg. Du solltest nicht von heute auf morgen jegliche Nahrungsaufnahme stoppen, sondern dich während der ersten beiden Tage langsam darauf einstimmen. Lass während dieser Zeit bereits Genussmittel wie Kaffee, Zigaretten, Softgetränke und zuckerhaltige Speisen, Fertiggerichte, Fisch, Fleisch und Milchprodukte weg. Ernähre dich von Obst, gedünstetem Gemüse und Kräutern. Auch Brühen und Kräutertees sind erlaubt. Trink ausreichend stilles Wasser. Alles klar? Dann können die Fastentage kommen!

Fastentage des Heilfastens

Jetzt wird’s ernst: Durch den Aufnahmestopp der festen Nahrung entleert sich dein Darm und beginnt mit dem Entschlacken. Gönn dir viel Ruhe, trink Wasser und Kräutertees sowie Gemüsebrühe und -säfte. Wahrscheinlich wirst du dich während der ersten Tage müde und schlapp fühlen, vielleicht kommen sogar leichte Kopfschmerzen hinzu. Kein Sorge, das ist völlig normal und legt sich für gewöhnlich nach einigen Tagen wieder.

Die Dauer des Heilfastens ist sehr individuell und kann von fünf Tagen bis circa drei Wochen dauern. Gegebenenfalls bieten sich während dieser Zeit Einläufe in den Darm zur Unterstützung an. In vielen Kurhotels und Klinken, die auf Heilfasten spezialisiert sind, kannst du darüber hinaus an Sport- oder Wellness-Programmen teilnehmen. Mach das, was deinem Körper gut tut, und gönn dir zwischendurch genügend Entspannung!

Aufbautag des Heilfastens

Den Aufbautag solltest du keinesfalls unterschätzen! Geh nicht von Null auf Hundert, sondern gewöhne dich Schritt für Schritt wieder an die Normalität. Genauso, wie du deinen Körper mithilfe der Entlastungstage auf das Heilfasten eingestimmt hast, musst du ihn jetzt langsam wieder an eine vollständige Nahrungsaufnahme heranführen.

Starte zum Beispiel mitObst und Gemüse, steigere die Portionen nach und nach und finde dich langsam wieder im Alltag ein. Bestenfalls achtest du in den kommenden Tagen und Wochen auf eine ausgewogene, gesunde und leichte Ernährung. Schließlich möchtest du die Gifte, die du mühevoll losgeworden bist, nicht gleich wieder in deinem Körper aufnehmen, oder?

Fazit zum Heilfasten

Heilfasten ist Fasten für Fortgeschrittene. Das muss aber nicht heißen, dass du es als Anfänger nicht schaffen kannst. Alles, was du benötigst, sind ein starker Wille und eine große Portion Disziplin. Führe das Heilfasten, bei einer Dauer von über fünf Tagen, bitte nicht zuhause durch.  Sondern lass dich von einem entsprechenden Kurhotel oder einer Klink fürs Heilfasten betreuen. So bist du in sicheren Händen und kannst das Heilfasten richtig genießen. Wir wünschen dir viel Spaß und frohes Entschlacken!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.