Gesünder essen
Was zeichnet einen seriösen Ernährungscoach aus?

Ernährungscoach: Zwei Frauen in der Küche bei ihrer Ernährungsberatung

Du interessierst dich für spannende Ernährungsthemen? Vielleicht hast du sogar über eine Ernährungsberatung nachgedacht? Dann ist ein Ernährungscoach die perfekte Anlaufstelle für dich. Doch bevor du Zeit und Geld investierst, solltest du wissen, was ein Ernährungscoach überhaupt tut.

Vielleicht ist dein eigenes Wissen über Ernährung aber auch unschlagbar und du könntest dir selber vorstellen als Ernährungscoach zu arbeiten? In diesem Fall interessiert dich sicher, auf welche Fähigkeiten es ankommt und welche Kriterien du erfüllen musst, um erfolgreich zu sein. Für beide Szenarien liefern wir dir in diesem Magazinartikel nützlich Tipps und Tricks. Los geht’s!

Aufgaben eines Ernährungscoachs

Zu den wichtigsten Aufgaben des Ernährungscoachs zählen die Beratung und das Erstellen von Ernährungsplänen. Darüber hinaus leistet ein Ernährungscoach Motivationsarbeit – immerhin hilft er seinen Coaching-Teilnehmern dabei, standhaft zu bleiben und ihre Ernährung langfristig umzustellen. Das ist nicht immer einfach, sondern verlangt hin und wieder etwas Antrieb vom Experten.

Eine ebenfalls sehr relevante Aufgabe des Ernährungscoachs liegt darin, die veränderten Werte einzelner Teilnehmer im Blick zu behalten. Dazu misst der Coach das Gewicht sowie den Körperfettanteil. Je nach Coaching werden sogar die Blutwerte des Teilnehmers untersucht. So können Fortschritte analysiert und Veränderungen kontrolliert werden.

Neben der Auswertung zählt natürlich auch die Definition von Zielen zu wichtigen Grundpfeilern einer ganzheitlichen Ernährungsberatung. Denn nur mit einem festgelegten Ziel lässt sich ein wirklich sinnvoller Ernährungs- bzw. Diätplan erstellen. Last but not least zeigt ein Ernährungscoach seinem Beratungsteilnehmer den persönlichen Nährstoffbedarf auf und gibt Hinweise und Tipps für die Zubereitung des Essens. Klingt nach vielfältigen Tätigkeiten, oder?

Regelmäßige Coaching-Termine

Stellen wir uns vor, du hast den perfekten Ernährungscoach gefunden. Gemeinsam habt ihr dein Ziel definiert und du hast einen exakten Essplan erhalten, der deinen Nährstoffbedarf vollständig abdeckt. Jetzt geht es an die Umsetzung! Die führst du natürlich alleine durch, dennoch wirst du deinen Ernährungscoach vermutlich in regelmäßigen Abständen sehen.

Während eurer Termine erstellt der Ernährungscoach bestenfalls einen sogenannten Soll-Ist-Vergleich. Das „Soll“ bezeichnet den Wert, den du zu diesem Termin erreichen solltest. Das „Ist“ stellt deinen aktuellen Wert dar. Mit diesem Vergleich sieht der Ernährungscoach, ob der Ernährungsplan anschlägt.

Zudem wird er intensive Gespräche mit dir führen. Dabei solltest du ihm mitteilen, ob es dir leicht fällt, den Ernährungsplan einzuhalten, oder ob es eher schwerfällig verläuft. Der Ernährungscoach sollte immer ein offenes Ohr für dich haben und individuell auf deine Fragen und Bedürfnisse eingehen.

Wann brauchst du einen Ernährungscoach?

Aber wann genau lohnt es sich eigentlich, einen Ernährungscoach aufzusuchen? Generell gilt: Eine Ernährungsberatung macht immer dann Sinn, wenn du deine Ernährung umstellen möchtest und nicht sicher bist, wie das geht. Vielleicht hast du dir ein Ziel in den Kopf gesetzt, weißt aber nicht, wo du ansetzen sollst? Oder du hast bereits einen Plan entwickelt, doch es hapert an der Umsetzung?

Auch wenn du auf bestimmte Lebensmittel allergisch reagierst oder eine Lebensmittelunverträglichkeit hast, kann dir ein Ernährungscoach helfen. Er zeigt dir eine Vielzahl neuer Rezeptideen und erklärt, worauf du zusätzlich achten musst, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Gleiches gilt, wenn du dich vegetarisch oder vegan ernähren möchtest und dir eine ausführliche Beratung wünschst.

Auch in der Schwangerschaft kann ein Ernährungscoach helfen, herauszufinden, welche Ernährung perfekt für die werdende Mama und ihr Kind ist. Wenn du viel Sport treibst oder sogar Leistungssportler bist, kann sich eine Ernährungsberatung zudem lohnen, um deine Leistung zu steigern. Wie du siehst gibt es also viele verschiedene Situationen, in denen eine Beratung sinnvoll sein kann.

Wo arbeitet ein Ernährungscoach?

Ernährungscoachs arbeiten vorrangig in Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen sowie Rehabilitations- und Kurzentren. Hier helfen sie ihren Patienten dabei, den Heilungsprozess mithilfe der richtigen Ernährung zu beschleunigen. Denn viele Symptome lassen sich mithilfe der richtigen Ernährungsweise lindern.

Auch in Fitnessstudios sind Ernährungscoachs anzutreffen. In der Regel beraten sie hier gesunde Menschen, die abnehmen oder Muskeln aufbauen möchten. Darüber hinaus findet man Ernährungscoachs teilweise sogar in Schulen, Kindergärten und natürlich in Beratungsstellen. Auch die Nahrungsmittelindustrie ist ein potenzieller Arbeitgeber. Zudem machen sich heute viele Ernährungsberater selbstständig.

Wer sich als Ernährungscoach bezeichnen darf

Klingt ziemlich spannend, oder? Wenn du selbst mit dem Gedanken spielst, als Ernährungscoach tätig zu werden, solltest du vorab noch ein paar weitere Dinge wissen: Die Bezeichnung „Ernährungscoach“ ist nicht geschützt, was bedeutet, dass sich praktisch jeder als solcher bezeichnen darf. Um einen seriösen Eindruck zu vermitteln, solltest du deshalb stets Lizenzen, Zeugnisse und Abschlüsse vorweisen können.

Werdegang eines Ernährungscoachs

Diese Lizenzen, Zeugnisse und Abschlüsse erlangst du beispielsweise im Rahmen einer Ausbildung zum Diätassistenten. Grundlage dafür ist ein mittlerer Schulabschluss, auch mittlere Reife oder Fachoberschulreife genannt. Alternativ kannst du ein Studium mit ernährungswissenschaftlichem Schwerpunkt absolvieren.

Zudem besteht die Möglichkeit, eine Weiterbildung zum Ernährungsberater zu belegen. Diese Option steht nahezu jedem offen. Während der Weiterbildung erweiterst du zum Beispiel deine Kenntnisse über den Stoffwechsel und lebenswichtige Nährstoffe. Zudem erfährst du alles über alternative Ernährungsformen und darüber, wie du Beratungsgespräche durchführen solltest.

Nach dem erfolgreichen Absolvieren deiner Abschlussprüfung, bist du dann offiziell Ernährungscoach. Übrigens: Nicht selten werden Ernährungscoachs von Krankenkassen bezuschusst, da sie wichtige Präventivarbeit leisten.

Fazit zum Ernährungscoach

Ein Ernährungscoach kann in vielen Lebensbereichen hilfreich sein. Er unterstützt bei der Ernährungsumstellung und ist ein toller Motivationspartner. Du bist Sportler, Allergiker, oder möchtest dein Gewicht reduzieren? Dann ist ein Ernährungscoach genau richtig für dich! Du willst selbst als Ernährungscoach arbeiten? Dann achte auf einen seriösen Abschluss, um dich als professioneller Berater positionieren zu können! So oder so wünschen wir dir viel Erfolg.

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