Mitgefühl & Toleranz
Empathie: Die vielleicht wichtigste Eigenschaft unserer Zeit

Empathie: Die vielleicht wichtigste Eigenschaft unserer Zeit

In einer Welt, die von tiefgreifenden Veränderungen geprägt ist, sind Halt und Orientierung zwei wichtige Ressourcen. Diesen Halt und diese Orientierung bieten Werte und Eigenschaften, die eigentlich selbstverständlich sein sollten. Empathie ist eine von ihnen. Die Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinzuversetzen, sollte für jeden erstebenswert sein. Doch statt auf Verständnis und Mitgefühl treffen wir viel zu oft auf Bequemlichkeit und Egoismus. Warum Empathie die vielleicht wichtigste Eigenschaft unserer Zeit ist und wie du (noch) empathischer werden kannst, erfährst du jetzt.

Empathie im Alltag

Um zu verstehen, wie wichtig Empathie ist, sollte man sich bewusst machen, dass es tagtäglich Situationen in unserem Leben gibt, die Feingefühl erfordern. Da wäre zum Beispiel die Kollegin, die heute nicht ihre volle Leistung erbringen konnte, und dafür von ihrem Team einen fiesen Kommentar einstecken musste. Oder der Partner, der sich wünscht, man würde ihm aufmerksamer zuhören. Stattdessen dreht man den Fernseher lauter. Schließlich ist Feierabend und die Erholung hat man sich verdient. Wie es dem anderen dabei geht, ist manchen Menschen in solchen Situationen völlig egal. Dabei täte unserer Gesellschaft ein bisschen mehr Empathie unfassbar gut.

Was ist Empathie?

Stell dir nur vor, die Kollegen hätten sich etwas toleranter verhalten. Vielleicht hätten sie ihre Kollegin dadurch so motiviert, dass sie doch noch zur Höchstform aufgelaufen wäre. Oder man hätte sich seinem Partner gegenüber etwas einfühlsamer verhalten. Würde es dadurch nicht allen Beteiligten besser gehen? Empathie bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und auf die Gefühle anderer Menschen einzugehen. Wer empathisch ist, kann die Welt mit den Augen eines anderen sehen. Er verspürt Anteilnahme und Mitgefühl.

Verantwortlich dafür sind unsere Spiegelneuronen. Werden sie mit Erfahrungen „codiert“, dann können wir die Handlungen anderer deuten. Voraussetzung dafür ist aber, dass wir uns selbst wahrnehmen. Erst dann können wir Zusammenhänge erkennen und auf andere Menschen eingehen. Je besser wir uns selber verstehen, desto leichter fällt es uns, empathisch zu sein. Und umso mehr Lebens- und Selbsterfahrung wir sammeln, desto mehr trainieren wir unser Einfühlungsvermögen.

Was bringt Empathie?

Empathie und die Fähigkeit, mitzufühlen, sind die Basis eines jeden Miteinanders. Ob in der Beziehung zu deinem Partner, deiner Familie, zu Arbeitskollegen oder zu Fremden; Empathie ist überall gefragt. Sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft und in sämtlichen anderen Lebensbereichen gilt: Empathie ist eine soziale Intelligenz, ohne die keine Beziehung funktionieren kann. Deshalb ist es umso wichtiger, diese Eigenschaft zu pflegen und zu stärken.

Kann man Empathie trainieren?

Empathie lässt sich trainieren wie ein Muskel. Und eigentlich ist die Formel ganz einfach. Sie lautet: Weniger Ego, weniger Eigennutzen, weniger Kalkül und stattdessen umso mehr Menschlichkeit!

Am einfachsten lässt sich Empathie trainieren, indem man ehrliches Interesse an anderen Menschen zeigt. Lerne, deine eigenen Interessen und Ziele ein wenig zurückzustellen. Frage andere, was ihre Wünsche und Bedürfnisse sind. Nimm dir Zeit, höre anderen Menschen zu und versetz dich in ihre Welt. Versuche dabei, deine eigene Bewertung oder Meinung außen vor zu lassen. Sie zählt in diesen Momenten nicht, schließlich möchtest du ja verstehen, was sich in deinem Gegenüber abspielt. Je häufiger du dieses Vorgehen trainierst, desto empathischer kannst du werden.

Empathie – das Allheilmittel?

Empathie allein bewegt noch keine Berge, aber sie ist der erste wichtige Schritt in Richtung eines toleranten, bunten Zusammenlebens. Die gute Nachricht lautet: Es gibt verschiedene Untersuchungen, laut denen keine der letzten Generationen so tolerant war und sich so stark für Gleichberechtigung einsetzte, wie die heutige.

Wir sind also auf einem guten Weg. Wenn jeder im Kleinen anfängt, seine Selbstwahrnehmung stärkt und sich in seinem privaten und beruflichen Umfeld mehr auf die Bedürfnisse und Gefühle anderer konzentriert, dann könnte daraus schon bald eine einzigartige, mitreißende Bewegung entstehen! Denn Empathie ist ein Rohstoff, den die Welt dringender braucht als Öl, Kohle und Silicium zusammen.   

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