Menschen durchschauen
DISG – Was du aus dem Persönlichkeitstest lernst

DISG: Flatlay Schreibtisch, Frau schreibt in ihr Notizbuch

Jeder, der in einem Team arbeitet, kennt es: Es gibt Kollegen, mit denen man sich wunderbar versteht. Und dann gibt es die Kollegen, mit denen man nie richtig warm wurde, sich aber irgendwie arrangieren muss. Na, kennst du’s? Im Arbeitsleben kommen die verschiedensten Menschentypen zusammen und manchmal prallen ganze Welten aufeinander. Das wäre an sich kein Problem – gäbe es nicht die gemeinsamen Ziele, die erreicht werden müssen.

Unsympathischen Kollegen im Büro aus dem Weg zu gehen, funktioniert oft nämlich nicht. Stattdessen musst du Wege finden, um die Zusammenarbeit zu erleichtern und gemeinsam bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Genau hier setzt DISG an. Hinter DISG steckt ein einfaches Modell beziehungsweise ein praktisches Prinzip, das für die Arbeit im Team mit unterschiedlichen Menschentypen sensibilisiert. Was genau du dir darunter vorstellen darfst und wie du DISG für dich nutzen kannst, erfährst du in diesem Magazinartikel.

Was ist DISG?

Stell dir unter DISG im ersten Schritt ein Modell vor, welches das menschliche Verhalten analysiert und einstuft. Es basiert auf vier verschiedenen Typen, denen gewisse Verhaltenstendenzen oder auch sogenannte Verhaltensstile zu Grunde liegen. Die vier Buchstaben stehen für folgende Persönlichkeitstypen:

  • D – dominant
  • I – initiativ
  • S – stetig
  • G – gewissenhaft

Welchem der vier Typen du angehörst, erfährst du über die Beantwortung eines Fragebogens. Je nach Anbieter kann dieser Bogen aus zwölf oder deutlich mehr Wortgruppen bestehen. In einer Wortgruppe werden dir beispielsweise vier Persönlichkeitsmerkmale genannt. Nun musst du bewerten, welches Merkmal am meisten zu dir passt.

Dazu vergibst du jedem der vier Merkmale eine Punktzahl – das Merkmal, das vier Punkte erhält, beschreibt dich am besten, und das Merkmal, dem du nur einen Punkt gibst, beschreibt dich am schlechtesten. Drei Punkte bekommt demnach die Eigenschaft, die am zweitbesten zu dir passt, zwei Punkte erhält die Eigenschaft, die als zweitschlechtestes passt. Nach diesem Schema gehst du bei allen Wortgruppen vor. Eigentlich ganz easy, oder?

Als Auswertung erhältst du eine Abbildung mit drei Diagrammen. Diese zeigen dir, welcher der vier DISG Typen dich primär charakterisiert. Gleichzeitig erfährst du, wie viele Anteile der anderen drei Gruppen in dir schlummern.

Die vier DISG Persönlichkeitstypen

Anhand des Persönlichkeitstests wird also ermittelt, welches der vier Persönlichkeitsmerkmale – dominant, initiativ, stetig, gewissenhaft – am stärksten in deiner Persönlichkeit ausgeprägt ist. Wir verraten dir, wodurch sich die vier Typen voneinander unterscheiden:

D – dominanter Typ

Als dominanter Typ zeichnen dich Attribute wie Willensstärke, Verantwortung, Zielstrebigkeit und Ehrgeiz aus. Du bist engagiert, innovativ, triffst gerne Entscheidungen und stehst auf Herausforderungen. Dazu bist du risikobereit und zögerst nicht lange – deine Stärke liegt in der Schnelligkeit. Kein Wunder, denn du bist ungeduldig und Warten liegt dir nicht. Dein Umgang mit anderen Menschen ist sehr direkt – wozu lange um den heißen Brei herum reden?

Dominante Typen lieben die Abwechslung und fordern ihre Freiheiten ein. Analytisches Vorgehen zählt nicht zu deinen Stärken, ebenso wenig wie Dienst nach Vorschrift. Statt auszuführen, gibst du lieber die Kommandos. Möglicherweise strebst du nach Macht und siehst dich gern in leitenden Positionen. Du hast jede Menge Power! Dein selbstsicheres Auftreten kann allerdings dazu führen, dass du auf Mitmenschen rücksichtslos und arrogant wirkst.

I – initiativer Typ

Als initiativer Typ bist du der Beziehungsmensch schlechthin. Du liebst es, dich mit Freunden und Familie zu umgeben und ein großes Netzwerk aufzubauen. Anerkennung anderer lässt dein Selbstwertgefühl in die Höhe schnellen. Du bist äußerst kontaktfreudig, überzeugst mit Charme und Optimismus und reißt andere Menschen mit deiner Leidenschaft, Begeisterungsfähigkeit und positiven Energie mit. Als initiativer Typ stehst du darüber hinaus gerne mal im Mittelpunkt. Du möchtest Spaß bei der Arbeit haben und es fällt dir leicht, neue Kontakte zu knüpfen. Offen auf Fremde zuzugehen, ist kein Problem für dich.

Was du hingegen weniger magst sind Detailgenauigkeit und analytisches Vorgehen. Du arbeitest eher unstrukturiert, was auf andere teilweise inkompetent wirkt. Deine kommunikative Art steht dir hin und wieder im Weg, denn nicht jeder Gesprächspartner möchte dir stundenlang zuhören. Konflikten gehst du aus dem Weg. Droht ein Streit, zögerst du ihn so lange wie möglich raus.

S – stetiger Typ

Als stetiger Typ zeichnen dich deine Freundlichkeit, Ausgeglichenheit, Hilfsbereitschaft und Besonnenheit aus. Andere können auf dich zählen: Wann immer sie dich brauchen, bist du zur Stelle. Du kannst super zuhören, bist geduldig und bescheiden – der perfekte Teamplayer eben, der jedes Team zusammenhält. Harmonie ist essentiell wichtig für dich. Einer der Gründe, weshalb du nichts mehr verabscheust als Streit. Du meidest Konflikte. Auch Veränderungen sind nicht dein Ding, du suchst Stabilität und ein geregeltes Umfeld.

Führungsaufgaben überlassen stetige Typen lieber anderen, stattdessen möchten sie eng mit Menschen zusammenarbeiten und sie unterstützen. Nein zu sagen, fällt dir schwer, stimmt’s? Du nimmst anderen vieles ab – das kann bis zur Selbstaufgabe führen und ziemlichen Stress in dir auslösen. Hin und wieder bist du unentschlossen. Deine sorgfältige, sorgsame und emphatische Art wirkt auf andere leicht berechenbar.

G – gewissenhafter Typ

Als gewissenhafter Typ liebst du logisches Vorgehen, Genauigkeit, Planungssicherheit und hohe Qualitätsstandards. Was immer du tust – es hat System und wurde vorher zigmal durchdacht. Analytik und Detailgenauigkeit sind dein Ding, du bist äußerst fleißig, ausdauernd und konzentrationsfähig. Nichts motiviert dich mehr als zu wissen, dass etwas perfekt und genau nach deinen Vorstellungen läuft. Andere schätzen die Zuverlässigkeit und Kompetenz des gewissenhaften Typen.

Statt im Team arbeitest du allerdings lieber alleine – so kannst du deinen Sinn für Ordnung ausleben und dich komplett fokussieren, ohne gestört zu werden. Allerdings kann deine kritische Art auf lange Sicht dazu führen, dass du dich vollständig isolierst. Manchmal wirkst du sogar distanziert, reserviert oder gar abweisend auf andere. Zudem verlierst du vor lauter Perfektionismus manchmal die Orientierung. Dann tust du zwar das Richtige, in dem Moment ist es aber nicht wichtig.

DISG im Arbeitsalltag

Ziemlich interessant, oder? Doch wie kannst du das Wissen über die unterschiedlichen Menschentypen denn nun im Arbeitsalltag nutzen? Ganz einfach: Wenn du weißt, wie du tickst und was die anderen drei Typen auszeichnet, dann kannst du deine Mitmenschen besser einschätzen als bisher. Kleines Beispiel: Du als sehr qualitätsbewusster G-Typ triffst währen einer Projektarbeit auf einen unstrukturierten, aber äußerst plapperfreudigen Kollegen. Dank deines neuen Wissens kannst du den Kollegen rein intuitiv einem Menschentypen zuordnen. Normalerweise täuscht dich dein Bauchgefühl nicht. Du weißt jetzt also, dass es sich aller Voraussicht nach um einen I-Typen handelt.

Nun ist dir natürlich klar, dass du deinen initiativen Kollegen niemals ändern wirst – aber du kannst deine Art, mit ihm zu kommunizieren, anpassen. Lass dich auf ihn ein, hör ihm zu, zeig ihm Anerkennung. Er wird es dir danken, indem er sein Bestes gibt. Teilt die Aufgaben so ein, dass jeder seine Stärken einbringen kann: Während du die Fakten und Daten erarbeitest, stellt dein I-Kollege sie beispielsweise bei der Präsentation vor. So profitiert ihr gegenseitig von euren Stärken, anstatt euch auf die Nerven zu gehen.

Du siehst: Mit ein bisschen Menschenkenntnis à la DISG kannst du dich und deine Kollegen durchschauen und eure Beziehung verstehen und verbessern. Wenn du noch nicht weißt, welcher DISG Typ du bist, dann schau unbedingt mal im LIFEclub vorbei und finde es heraus! Viel Spaß!

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