Timo Eckhardt & Sascha Boampong
Digitale Nomaden 2/3: Lerne deine Ziele kennen & lebe deine Werte

Timo Eckhardt und Sascha Boampong sind digitale Nomanden und an ihrem Ziel angekommen: Sie können frei und unabhängig arbeiten, von wo aus immer sie wollen. Umso spannender, dass sie sich heute größtenteils in ihrem Büro in Hamburg aufhalten. Woran das liegt? Im Interview verrät Timo Eckhardt: „Viele Menschen entscheiden sich aus dem Mangel heraus fürs digitale Nomadentum. Wenn ihr Job nicht ihren Vorstellungen entspricht, kündigen sie ihn und reisen um die Welt. Was viele dabei jedoch unterschätzen: Wenn sie während des Reisens nicht an sich selber arbeiten, dann landen sie irgendwann wieder in einem Job, der ihnen nicht gefällt.“

Wichtig ist laut dem Podcast-Experten, digitales Nomadentum nicht als finale Lösung zu betrachten, sondern während dieser Zeit an sich zu arbeiten und herauszufinden, was die eigenen Ziele und Werte sind. Die größte Gefahr liegt laut den beiden Unternehmern in der Mittelmäßigkeit. Timo Eckhardt: „Wenn etwas okay ist, dann verändert man nichts. Deswegen kommen viele, die etwas verändern wollen, aus dem Mangel. Man muss losziehen und an sich selbst arbeiten.“ Wenn man mit sich im Reinen ist, hängt das Glück nicht mehr vom Vollzeit-Reisen ab. Und genau darum verbringen die beiden wieder viel Zeit in Hamburg. Sie sind zufrieden und fühlen sich in der Hansestadt wohl.

Digitale Nomaden: Trend oder mehr?

Jetzt aber mal Butter bei die Fische: Ist digitales Nomadentum nur ein kurzweiliger Trend, der ein aktuell heißbegehrtes Lebensmodell darstellt? Oder ist digitales Nomadentum eine Lebensweise mit Zukunft, die sich künftig noch stärker durchsetzen wird? Sascha Boampong: „Das ist abhängig von den Kernwerten jedes Einzelnen. Wenn dir Freiheit wichtig ist, arbeitest du möglicherweise gerne von einem anderen Ort aus. Aber das ist nicht bei jedem so. Digitales Nomadentum ist kein Allheilmittel. Es gibt auch Menschen, die gerne ins Büro gehen, um Arbeit und Freizeit zu trennen.“

Die Antwort ist also abhängig von deiner individuellen Grundintention. Nicht jeder möchte von überall aus arbeiten. Die Basis ist also stets, dass du mit dir selbst im Reinen bist. Von wo aus du arbeitest, ist dann völlig zweitrangig. Sascha Boampong: „Wenn man mit sich selbst zufrieden ist und seine Werte lebt, dann ist es einem überhaupt nicht mehr so wichtig, von A nach B zu tingeln. Ein digitaler Nomade zu sein, bedeutet, seine Umgebung zu verändern. Aber wenn das Stück ein Drama ist, dann bleibt es ein Drama, auch wenn man es auf einer anderen Bühne spielt. Digitales Nomadentum sollte keine Flucht sein. Wir nehmen es als Trend wahr, aber eigentlich ist es ein erster Schritt zur Auseinandersetzung mit sich selbst.“

Der Weg ins digitale Nomadentum

Wenn auch du mit dem Gedanken spielst, von überall auf der Welt zu arbeiten, solltest du dir zunächst folgende Frage stellen:

  • Willst du als Angestellter ortsunabhängig arbeiten?
  • Oder möchtest du dich mit deinem eigenen Business selbstständig machen?

Wenn ersteres der Fall ist, solltest du gute Argumente parat haben, um deinen Chef zu überzeugen. Denn Vorgesetzte haben in der Regel Angst vor Kontrollverlusten. Argumentiere beispielsweise, dass du aus dem Home Office viel produktiver bist. Wenn ortsunabhängiges Arbeiten bei deinem aktuellen Arbeitgeber nicht möglich ist, solltest du schauen, ob es andere Unternehmen gibt, die diese Form des Arbeitens anbieten.

Das Tolle an der Selbstständigkeit ist laut Sascha Boampong, dass du nicht ins kalte Wasser springen musst. Er berichtet: „Ich habe mich nebenberuflich selbstständig gemacht und bin noch jahrelang meinem Vollzeitjob nachgegangen. Nach und nach konnte ich die Arbeitsstunden in meiner Festanstellung reduzieren. Die Selbstständigkeit ist nun mal eine Entwicklung und dauert teilweise ein bisschen, bis sie ins Laufen kommt. Sich nebenberuflich selbstständig zu machen, ist daher völlig risikofrei. Wichtig ist, zu erkennen, dass man sich nebenbei etwas aufbauen kann und nicht von heute auf morgen ins kalte Wasser springen musst.“

Online von überall arbeiten

Was aber, wenn du einer Tätigkeit nachgehst, die deine Anwesenheit erfordert? Ärzte, Polizisten, Hausmeister und Bäcker können schließlich nicht einfach von überall arbeiten, sondern müssen vor Ort sein. Timo Eckhardt: „Es gibt ganz viele Jobs, für die man keine Ausbildung braucht und mit denen man direkt starten kann. Oder man kann seinen aktuellen Job umwandeln in eine Tätigkeit, der man von überall aus nachgehen kann. Ein typischer Einsteigerjob ist beispielsweise die virtuelle Assistenz. Virtuelle Assistenten übernehmen Recherchen, Kundensupport oder ähnliche Bereiche für andere Selbstständige.“

Du darfst und solltest also durchaus kreativ sein. Zwar kannst du nicht alle Berufe 1:1 von überall auf der Welt ausüben, aber du kannst ähnliche Tätigkeiten finden oder dein Wissen anderweitig gegen Bezahlung weitergeben, zum Beispiel in Form von Online-Kursen und Online-Seminaren.

Du willst wissen, wie’s weitergeht? Dann schau dir unbedingt Teil 3/3 des Interviews an!

Jetzt weiterlesen!

Das könnte dich auch interessieren:

×

Weiterlesen imDu hast ab sofort Zugriff auf alle Inhalte vom LIFEclub Magazin.
Zudem erhältst du bei jeder wichtigen Neuigkeit Zugriff auf:

alle Inhalte vom LIFEclub Magazin
Interviews, Artikel und Videos
perfekt abgestimmte Inhalte
Du erhältst Mails von LIFEclub.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

×
Weiterlesen im Du hast ab sofort Zugriff auf alle Inhalte vom LIFEclub Magazin. Zudem erhältst du bei jeder wichtigen Neuigkeit Zugriff auf:
alle Inhalte vom LIFEclub Magazin
Interviews, Artikel und Videos
perfekt abgestimmte Inhalte
Du erhältst Mails von LIFEclub.